Internationale Anti-Atom-Aktivist*innen auf Deutschlandreise

plakat20.9.2Veranstaltungsreihe im September: Zur Zeit befinden sich drei Aktivisten aus Afrika auf einer Deutschland-Rundreise.

Es sind Veranstaltungen und die Teilnahme an Aktionen in Lingen (9.9.), Münster (10.9.), Köln (10.9.), Dresden (11.9.), Berlin (12.9.) und in Freiburg (20.9.) geplant.

 

Veranstaltungen im September 2017

  • mit Almoustapha ALHACEN, Aghirin Man (Niger)
  • Anthony LYAMUNDA, CESOPE (Tanzania)
  • Wilbert MAHUNDI, TMMTF / TUAM (Tanzania)

Samstag, 9. September: Demonstration in Lingen

Teilnahme von Almoustapha ALHACEN, Aghir in Man, Niger, Anthony LYAMUNDA, CESOPE und Wilbert MAHUNID, TMMTFT / TUAM, beide Tanzania an der KUNDGEBUNG zur Schliessung des Atomstandortes LINGEN.

Auch dieses Jahr organisieren wir eine internationale Anti-Atom-Demo, um die Schließung des großen Atomstandortes Lingen (AKW, Brennelementefabrik, Castor-Lager, ...) endlich durchzusetzen und die Beteiligung der Uranfabriken in Lingen und Gronau am Betrieb von Bröckelreaktoren wie Tihange, Doel, Cattenom und Fessenheim sowie Grohnde und anderen deutschen AKW umgehend zu beenden!

  • Die Demo wird zwei Wochen vor der Bundestagswahl, nämlich am Samstag, den 9. September 2017 um 13:00 Uhr am Lingener Bahnhof starten.
  • aktuelle Informationen: www.lingen-demo.de

Nach der Demo: Abendveranstaltung mit den afrikanischen Gästen (Ort und genaue Uhrzeit werden noch bekanntgegeben)

 


 

Sonntag, 10. September: Politischer Brunch in Münster

Dreckiges Uran – gefährliche Atomgeschäfte: Besuch aus den Uranminen des Niger in Münster

Ein politischer Brunch mit Almoustapha Alhacen aus dem Niger, Peter Bastian von SoFA und MdB Hubertus Zdebel über Uranbergbau, Armut und Umweltzerstörung für den Wohlstand in Europa.

Die dreckigen Geschäfte mit der vermeintlich sauberen Atomenergie: Darüber kann Almoustapha Alhacen, Sprecher der Nichtregierungsorganisation ONG Aghirin'man (Schutz der Seele) aus Arlit (Agadez) im Niger einiges erzählen. Lange Jahre hat er für den französischen Atomkonzern AREVA in den dortigen Uranminen gearbeitet. Am 10. September wird er auf Einladung des Bundestagsabgeordneten Hubertus Zdebel (Fraktion DIE LINKE) gemeinsam mit Peter Bastian von SoFA in Münster zu Gast sein und über die sozialen, ökologischen und gesundheitlichen Folgen des Uranabbaus in einem der ärmsten Staaten der Welt berichten. Alhacen wird Mitte September in Basel für sein Engagement mit dem Nuclear-Free Future Award 2017 ausgezeichnet.

  • Sonntag, 10. September, 11.00 Uhr im Linken Zentrum Münster (Achtermannstrasse 19, Münster)

 


 

Sonntag, 10. September: Infoveranstaltung in Köln

Wo kommt der Mist her, der jeden Monat durch Köln fährt und strahlt?

A. Alhacen wird von der Uranmine in Arlit/Niger in Westafrika berichten. Arlit ist eine kleine Stadt am Rand der Sahara Wüste. 1969 wurde dort eine Uranmine eröffnet und versorgt bis heute die französischen und andere Atomkraftwerke mit Brennstoff. Wir hier in Köln erleben jeden Monat Atomtransporte durch Köln auf dem Weg nach Südfrankreich, die unter Anderem auch aus Arlit kommen. Mit Almoustapha Alhacen wird ein Einwohner und Atomkraftgegner aus Arlit über die Probleme berichten, die schon beim Abbau des Urans entstehen.

  • Sonntag, 10. September, 19.00 Uhr im Naturfreundehaus Kalk (Kapellenstrasse 9a, 51103 Köln-Kalk)

organisiert von AAPKAntiAtomPlenumKöln

 


 

Montag, 11. September: Infoveranstaltung in Dresden

“Es ist nicht vorbei – Uranbergbau global“

  • Gäste sind die Aktivisten Anthony Lyamunda (CESOPE – Civil Education is the Solution for Poverty and Environmental Managment) und Wilbert Mahundi (TUAM Songea – Tanzania Uranium Awareness Mission Songea), Almoustapha Alhacen („Agir in Man“, Arlit/Niger)
  • Moderation und Input: Grit Ruhland (Künstlerin)

Was haben Tansania, Niger und Sachsen gemeinsam? Was klingt wie der Anfang eines altmodischen Witzes, ist zwar überraschend, aber keineswegs lustig. Die Antwort lautet: alle drei Regionen sind von Uranbergbau betroffen – dem ersten Glied der „Nuklearen Kette“, in deren Reihe auch Atomkraftwerke, Atomwaffen und Atommüll stehen. Wir sprechen über diesen Anfang.

In Tansania beschäftigen Probebohrungen die beiden Aktivisten Anthony Lyamunda (CESOPE – Civil Education is the Solution for Poverty and Environmental Managment) und Wilbert Mahundi (TUAM Songea – Tanzania Uranium Awareness Mission Songea). Sie engagieren sich gegen die Eröffnung des Uranbergbaus in ihren Regionen – nicht zuletzt, da ein Nationalpark, Sümpfe und wertvolles Agrarland davon betroffen wären. In Niger engagiert sich Almoustapha Alhacen, diesjähriger Gewinner des NUCLEARFREE FUTURE AWARD, für die NGO Aghirin’Man – das bedeutet in der Sprache der Tuareg wohl so etwas wie „S.O.S. – Save our Souls“. Er hat selbst in der Mine Arlit, die vom französischen Konzern Areva betrieben wird, gearbeitet. Er wird über den dortigen Alltag, die Arbeit und die Folgen für die Bevölkerung und die Beschäftigten der Bergbaubetriebe sprechen. In diesem Kontext wird auch die Ewigkeitslast des geschlossenen Uranbergbau der SDAG Wismut im Nationalpark Sächsische Schweiz thematisiert.

Grit Ruhland, die ihre künstlerische Promotion über die Folgen des Uranbergbaus in Ostthüringen schreibt, gibt einen Einblick und eine Einführung in die lokale Perspektive.

  • 11. September, 19.00 Uhr im Kunsthaus Dresden (Rähnitzgasse 8, D-01097 Dresden)

Weitere Informationen: www.cesopetz.org und http://aghirinman.blogspot.fr/

Die Veranstaltung wird ins Deutsche übersetzt, gesprochen wird Englisch, Französisch und Deutsch.

Eine Veranstaltung der Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen - Weiterdenken, in Kooperation mit Uranium-network.org und dem Kunsthaus Dresden.

 


 

Dienstag, 12. September: Infoveranstaltung in Berlin

Kein Ende in Sicht? 40 Jahre Widerstand gegen den Uranabbau in Niger
Gespräch mit dem Aktivisten Almoustapha Alhacen

Seit 1969 wird im westafrikanischen Niger Uran abgebaut. Die Bergbaustadt Arlit kann als Spiegelbild für die damit verbundenen Probleme dienen: Zum einen konzentrieren sich hier die ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Folgen des Uranabbaus, der insbesondere zur Schädigung der Gesundheit bei ArbeiterInnen und AnwohnerInnen führt, zum anderen bricht der französische AREVA-Konzern laufend nationales Recht. Seit vielen Jahren kämpft Almoustapha Alhacen mit seiner Organisation Aghir in'man gegen die Folgen der radioaktiven Kontaminierung von Wasser und Boden und für Entschädigungen. Gleichzeitig bemühen sie die AktivistInnen um einen Blick in die Zukunft: Was passiert nach dem Uranbergbau?

Für sein Engagement wird Almoustapha Alhacen im September 17 mit dem diesjährigen Nuclear-Free Future Award der "Nuclear-Free Future Award Foundation" in der Kategorie "Widerstand" ausgezeichnet.

Im Gespräch berichtet Almoustapha Alhacen über die Situation in Arlit und über den mehr oder weniger erfolgreichen Widerstand. Er beschreibt, was getan werden muss, um den Abbau zu stoppen und wie Arlit auch nach einem Ende des Uranbergbaus lebensfähig bleiben kann.

Französisch-Deutsche Übersetzung ist gewährleistet.

  • 12. September, 18.00 Uhr, Rosa-Luxemburg-Stiftung, Salon, in Berlin (Franz-Mehring-Platz 1, 10243 Berlin)

 


 

plakat209neu20. September: Infoveranstaltung in Freiburg

[Kein] Uran aus dem Herzen Afrikas
Dreckiges Uran - Gefährliche Atomgeschäfte - Es ist nicht vorbei - Uranbergbau global

Informationsveranstaltung und Gespräch mit den Aktivisten Anthony Lyamunda (CESOPE) und Wilbert Mahundi (TUAM) aus Tanzania

In Tanzania beschäftigen Probebohrungen die beiden Aktivisten Anthony Lyamunda (CESOPE – Civil Education is the Solution for Poverty and Environmental Managment) und Wilbert Mahundi (TUAM Songea – Tanzania Uranium Awareness Mission Songea). Sie engagieren sich gegen die Eröffnung des Uranbergbaus in ihren Regionen – nicht zuletzt, da ein Nationalpark, wertvolles Agrarland und Feuchtgebiete - die u.a. für Reisanbau, Viehzucht und Fischfang genutzt werden und außerdem ein einzigartiges Flamingo-Reservat sind - davon betroffen wären.

Die russische Staats-Atomfirma ROSATOM will in / an einer Welt- Naturerbe-Stätte, dem Selous Game Reserve, ein Uranbergwerk einrichten, das nicht nur Fauna und Flora des geschützten Gebiets bedroht, sondern auch eine Gefahr für die Menschen in der Region darstellt. Unabhängige Aufklärung über Folgen und Gefahren von Uranbergbau gibt es nur durch grassroots-NGOs, die mit vielen Schwierigkeiten zu kämpfen haben. Wilbert Mahundi wird von von dieser mühsamen und oft schwierigen Arbeit sowie dem Engagement vor Ort berichten.

In Zentral-Tanzania, Region Bahi, konnte durch lokale NGOs und internationale Unterstützung Uranbergbau erstmal - und hoffentlich endgültig - abgewehrt werden - solange aber Uran nachgefragt wird, bleibt auch eine Gefahr... Anthony Lyamunda berichtet über Erfolge und neue Herausforderungen.

  • Mittwoch, 20. September 2017, 19 Uhr in der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg Außenstelle Freiburg (Bertoldstraße 55, 79098 Freiburg)

Wir laden herzlich ein, nach den Vorträgen der beiden Gäste aus Tanzania, ins Gespräch zu kommen. Die Veranstaltung wird ins Deutsche übersetzt, gesprochen wird Englisch und Deutsch.

Die Durchführung der Veranstaltung wird ermöglicht durch die  finanzielle Förderung durch den Kath. Fonds, das Agenda 21-Büro der Stadt Freiburg und durch Engagement Global aus Mitteln des BMZ.